Nullnummer als Ansporn

Nullnummer als Ansporn

Fangen wir mit der guten Nachricht an: Wir sind inzwischen seit sechs Runden ungeschlagen. Die schlechte Nachricht: Unsere Siegesserie ist gerissen…

Mit Wolfi Gappmaier und Raphi Baier stand wieder unsere Stamm-Doppelsechs zur Verfügung. Michi Graf stellte Patrick Probst neben Mo Strasser in dem Sturm, ansonsten blieb die Startelf so wie immer. Die Gäste aus St. Michael begannen überraschend in einem 3-5-2 und stellten uns damit vor einige Probleme: Einerseits sind wir es einfach nicht gewohnt, gegen eine Dreierkette anzutreten. Andererseits kann diese Formation – in Anlehnung an Gladbachs Lars Stindl – „eklig zu bespielen“ sein…

So fanden wir am Flügel Raum vor, während die Mitte dicht war. Wir waren in der ersten Viertelstunde offensiv harmlos, während Bobo Maier zwei Mal eingreifen musste. Danach plätscherte die Partie vor sich hin. Dann erzielte plötzlich Jacky Mitterbauer nach einer direkten Kombination das 1:0… aber das Münchner Schiedsrichtergespann entschied auf Abseits. 180 Sekunden später wurde es in unserem Strafraum gefährlich: erst konnte Bobo Maier gerade noch einen präzisen Freistoß über die Latte drehen, dann landete der folgende Eckball genau auf der Querlatte… Wenig später musste Bobo schließlich noch einen langen Ball in die Spitze entschärfen, indem er heraus eilte und Simon Stocker den Ball wegschnappte.

Kurz: Die erste Hälfte war nicht gerade berauschend und St. Michael war zu den besseren Möglichkeiten gekommen. Aber uns blieben noch 45 Minuten, um es besser zu machen.

Und tatsächlich: Die zweite Hälfte gehörte uns. Wir fanden besser ins Spiel, drängten St. Michael zurück und kamen selbst zu einigen Chancen.
In der 53. Minute bedienten wir Ruud Mühlfellner mit einem langen Pass auf den Flügel, USK-Keeper Mark Stumbecker konnte seinen Schuss jedoch parieren. Jacky Mitterbauer führte den Eckball aus und brachte die Kugel gefährlich in die Mitte, wo es so aussah, als hätte ein Lungauer ein Handspiel begangen. Die bayerischen Schiedsrichter entschieden jedoch nicht auf Strafstoß, sondern gaben eine weitere Ecke. Jacky Mitterbauer führte sie erneut aus und fand Mo Strasser, dessen Kopfball wurde jedoch auf der Linie geklärt.

Eine Viertelstunde später bediente Ruud erst Mo und schoss dann selbst, aber Stumbecker war in beiden Fällen zur Stelle. In den letzten zehn Minuten kamen schließlich Stefan Köhler und Jacky Mitterbauer noch zu drei Abschlüssen, aber es blieb beim 0:0.

Das Ergebnis ist für uns wahrlich kein Beinbruch… aber das sahen unsere Burschen anders. Sie waren frustriert, denn sie hatten diese Partie natürlich gewinnen wollen.

So meinte Wolfi Gappmaier nach dem Spiel: „Vor einem halben Jahr hätte uns Michi Graf nach diesem Spiel noch damit aufgebaut, dass wir mit diesem Unentschieden einen Schritt nach vorne gemacht haben. Aber heute, im Frühjahr, da wollen wir solche Spiele gewinnen!“

In diesem Sinne Burschen: Ihr habt euch eine Siegermentalität erarbeitet. Und ihr könnt noch fünf Runden gewinnen. Das Auswärtsspiel in Puch wird eine ganz harte Nuss… aber ihr werdet den Platz betreten, um sie zu knacken. Was dann herauskommt, ist nebensächlich.

Wolfgang Rockenschaub

P.S.: Gratulation an unsere Reserve zum 1:0! Jetzt können wir es ja offiziell machen: Tom Brandstätter hat vor ein paar Wochen gewettet, dass er noch eine Saison dranhängt, wenn die Reserve 25 Punkte holt. Also Tom: Wir freuen uns darauf, dich auch 2018-19 wieder an Bord zu haben!

Zurück zur Übersicht
Unsere Sponsoren