Fragen über Fragen

Fragen über Fragen

Was passiert, wenn die zweitbeste Abwehr der Liga (wir) auf die beste Offensive (Siezenheim) trifft? Wird die Rückkehr von Gappo und Mo ausreichen, um gegen Lukas Kuon und Co. zu bestehen? Werden wir die Basics endlich wieder gut umsetzen? Und kann unser schwäbischer Glücksbringer genau so viel bewirken wie das berühmte Klorakel?

Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von „Der USV 1960 unter Georg Hauthaler“.

In den Hauptrollen: Mo Strasser und Wolfi Gappmaier. Denn nachdem nach vier schwerwiegenden Ausfällen in Tamsweg wenig funktionierte, war die Hoffnung groß, dass unsere beiden Mittelfeld-Asse das wankende Schiff stabilisieren würden. Doch da Fußball ein Mannschaftssport mit 11 Hauptdarstellern ist: Wie soll die Aufstellung aussehen?

Die einfachste Lösung wäre gewesen, die beiden auf der Doppelsechs zu bringen und Maisi als Innenverteidiger aufzustellen. Doch Georg Hauthaler entschied sich überraschend für ein 4-1-4-1, bei dem Gappo neben Matthias Schubert, Tobi Vatschger und Jacky Mitterbauer in der Viererkette auflief. Mo gab den alleinigen Sechser, während davor Maisi, Luki Rösslhuber, Patrick Probst und Julian Gerhartinger auf gleicher Höhe agierten. Hannes Haberl bildete die Sturmspitze, Bobo Maier stand natürlich zwischen den Pfosten.

Damit hatten wir wieder alle unsere Spielmacher gleichzeitig am Feld und traten von Anfang an dominant auf. Wir ließen die Kugel bereits in der Anfangsphase gut laufen und fanden immer wieder Julian Gerhartinger, der mit seinem Speed für Gefahr sorgte. Unsere Nummer 9 hätte in den ersten 16 Minuten einen Dreierpack schnüren können, aber seine Abschlüsse gingen knapp daneben. Kurz darauf knallte Luki Rösslhuber einen Schuss an den Pfosten, dann war Bobo Maier auf der anderen Seite zur Stelle und parierte aus nächster Nähe eine Topchance der Gäste.

Letztendlich war Hannes Haberl der „Dosenöffner“ und erzielte vor den Augen seiner beiden Söhne das 1:0: Hannes Haberl bekam den Ball in den Lauf gespielt und ließ UFC-Keeper Günter Leindecker im 1-gegen-1 keine Chance, traf überlegt zur Berndorf Führung. Wenig später musste Bobo erneut eingreifen und den Ausgleich verhindern. Unsere Burschen zeigten eine Top-Leistung, so dass man ihnen in der Halbzeitpause nur einen Vorwurf machen konnte: Noch war die Partie offen. Denn die Chancen auf‘s 2:0 waren da…

So meinte unser Stuttgarter Volker Herrmann in der Pause, er hoffe, er könne uns heute in seinem Urlaub Glück bringen. Aber es seien halt noch 45 Minuten zu spielen

Wir waren auch in der zweiten Halbzeit überlegen und Julian Gerhartinger hatte in Minute 60 den vorentscheidenden Treffer am Fuß. So hingegen wurde es eine umkämpfte Partie, die bis in die Schlussphase spannend blieb: Als ein Siezenheimer im Laufduell mit Gappo den Ball in die Richtung des langen Ecks spitzelte, hielten kurz alle Berndorfer den Atem an, aber die Kugel kullerte daneben. In Minute 87 ließAlexander Seywaldim Fünfer eine gute Chance aus. Drei Minuten später nagelte Luki Rösslhuber einen Hammer eigentlich unhaltbar auf‘s Tor, aber irgendwie kam Leindecker noch dran. Und dann musste Bobo in der Nachspielzeit noch einmal seine ganze Klasse aufbieten, um mit dem Fuß einen Schuss von Seywald zu entschärfen

Georg Hauthaler meinte nach dem Abpfiff: In Summe war es ein verdienter Sieg. Durch unsere Ineffizienz haben wir uns das Leben unnötig schwer gemacht.“

Und Volker? Der war heilfroh, dass nicht nur sein VfB, sondern auch seine Schwarz-gelben den Platz als Sieger verließen.

Und ich? Ich bin stolz auf unsere Jungs, denn sie haben sich von den letzten beiden Niederlagen nicht unterkriegen lassen, sondern endlich wieder eine Spitzenleistung gezeigt. Das war – besonders in der ersten Halbzeit – eine großartige Partie, in der wir kaum Fehler gemacht und die Grundlagen gut umgesetzt haben.

In diesem Sinne: Weiter so, Burschen!

Wolfgang Rockenschaub

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